
Jede katholische Familie kann sich über ihre Pfarrei anmelden. Jeder Haushalt sollte mindestens zwei Pilger aufnehmen und genügend Platz zum Ausbreiten der Schlafsäcke bieten können (2 m × 1,5 m pro Person). Wenn es Hinweise (z. B. Allergien wegen Haustieren) oder Wünsche (Anzahl der Gäste, Geschlecht) gibt, geben Sie diese bitte im Anmeldeformular an — wir berücksichtigen sie bei der Zuteilung der Pilger so weit wie möglich. Bei Pilgern mit Behinderung wird zunächst geklärt, ob die Gastfamilie sie aufnehmen kann; anschließend informiert die Diözese je nach Art der Behinderung (körperlich, seh-, hör- oder kognitiv beeinträchtigt usw.) über zusätzliche Unterstützung.
Ja. Sobald die Pilger zugeteilt sind, erhalten Sie vorab ihre Grunddaten (Nationalität, Geschlecht, Alter, Ernährungseinschränkungen, Behinderung usw.). Auf dieser Grundlage wäre es schön, eine Begrüßung in ihrer Muttersprache oder eine Willkommenskarte vorzubereiten oder sich mit der Kultur ihres Landes vertraut zu machen.
Das 'Flughafen-Willkommensteam' der Diözese oder Pfarrei unterstützt Ankunft und Verabschiedung der Pilger — Sie müssen sie nur an dem von der Diözese genannten Ort zur angegebenen Zeit treffen. Nach der langen Reise werden sie vermutlich auspacken und sich ausruhen wollen. Statt eines großen Empfangs helfen Sie ihnen, bequem anzukommen: Zeigen Sie kurz das Badezimmer, nennen Sie Notfallkontakte, zusätzliche Bettwäsche (den Schlafsack bringen die Pilger selbst mit) und halten Sie ein paar Snacks bereit.
Einreiseprobleme werden zunächst vom Pilger selbst und der Leitung seiner nationalen Gruppe geklärt. Geht das Gepäck verloren, ist es eine große Hilfe, das Nötigste (Unterwäsche, Hygieneartikel usw.) bereitzustellen. Zur Information: Zur Unterstützung der Homestays und zur Behandlung auftretender Probleme richten die diözesanen WJT-Organisationskomitees (DID) und das Organisationskomitee des WJT Seoul (Hauptveranstaltung) Homestay-Teams ein. Speichern Sie unbedingt die Notfallnummern, die bei der Homestay-Schulung mitgeteilt werden.
Die Grundzüge der Verpflegung werden bei der Homestay-Schulung erläutert. Da die Pilger vor dem Tagesprogramm frühstücken, sollte die Gastfamilie das Frühstück bereitstellen. Je nach Umständen kann es gelegentlich nötig sein, auch das Abendessen vorzubereiten.
Unter den Pilgern kann es Personen geben, die aus kulturellen Gründen Schweinefleisch oder Alkohol meiden, Vegetarier sind oder Allergien haben. Vor dem Servieren hilft es, die individuellen Bedürfnisse mit Fotos oder einer Übersetzungs-App zu klären. Es mag nach viel klingen, aber man sagt, dass ein einfaches, mit Herz zubereitetes Essen länger in Erinnerung bleibt als ein perfekt zugeschnittenes Menü.
Manche Pilger empfinden die koreanischen Badgewohnheiten als ungewohnt. Es hilft, intuitive Bildkarten aufzuhängen: wohin mit dem benutzten Toilettenpapier, wie man das Bidet benutzt usw. Auch das vorherige Festlegen von Duschzeiten und -reihenfolge vermeidet Verwirrung.
Grundsätzlich sind die Pilger selbst für ihre Sachen verantwortlich. Die meisten schließen vor der Abreise eine Reiseversicherung ab, sodass Verluste über die Versicherung abgewickelt werden. Meldet ein Pilger einen Verlust, wenden Sie sich sofort an die WJT-Verantwortlichen Ihrer Pfarrei oder das diözesane Homestay-Team. Angelegenheiten, die zu Rechtsstreitigkeiten führen könnten, werden von der Einsatzzentrale der Diözese vermittelt.
Prüfen Sie für den Notfall vorab die Medikamente des Pilgers, den Nachweis der Reiseversicherung und die Notfallkontakte. Bei normaler Behandlung begleiten Sie ihn in ein nahegelegenes Krankenhaus oder in die Notaufnahme; im Notfall rufen Sie sofort die 119 an und informieren dann die Diözese. Die Behandlungskosten übernimmt in der Regel die Versicherung des Pilgers. Wird ein Dolmetscher benötigt, können Sie das Callcenter der Kommunalverwaltung (120) oder die Ausländer-Hotline (1345) anrufen.
Je nach Programm kann die Rückkehr spät sein. Erklären Sie den Pilgern klar die Grundregeln Ihres Haushalts und bitten Sie sie, sich bei Verspätung vorher zu melden. Wenn Sie einen Konflikt befürchten, wenden Sie sich an die Diözese und bitten Sie um Hilfe.
Die Teilnahme am WJT ist ab 15 Jahren möglich, daher sind Minderjährige dabei; zu ihrer Sicherheit werden ihnen erwachsene Pilger zugeteilt. Gastfamilien, die Minderjährige aufnehmen, bitten wir um besondere Aufmerksamkeit; die Diözese wird dazu zusätzliche Hinweise geben.
Die Volljährigkeit ist von Land zu Land verschieden. Entscheidend ist jedoch der Grundsatz: In Korea gilt koreanisches Recht. In Korea beginnt die Volljährigkeit mit 19 Jahren; 2027 betrifft das die Jahrgänge bis einschließlich 2008. Für Jüngere sind Alkohol und Rauchen in Korea illegal, unabhängig vom Recht ihres Heimatlandes. Bitte informieren Sie Ihre Pilger darüber — das ist keine Strafe, sondern Fürsorge zu ihrem Schutz.
Von früheren WJT gibt es viele schöne Geschichten über tiefe Freundschaften, die ganz ohne gemeinsame Sprache entstanden sind. Zusätzlich helfen eine Übersetzungs-App auf dem Handy oder die für dieses Treffen erstellten Bild-Gesprächskarten — ein Werkzeug der 'Unterstützten Kommunikation' — die Sprachbarriere viel leichter zu überwinden. Auch ohne perfekte Worte wird ein helles Lächeln überall verstanden.
Mit wenigen Grundregeln lässt sich gegenseitige Rücksicht gut wahren. Vertiefen Sie besser keine potenziell strittigen Themen wie Religion, Politik oder Geschichte. Körperkontakt wie Umarmungen oder den Arm um die Schulter zu legen kann je nach Land und Kultur unterschiedlich empfunden werden — halten Sie sich zurück, bis die andere Person von sich aus darum bittet. Und vergessen Sie nie, vor Fotos oder Videos um Einverständnis zu bitten!
Man sagt, das Traditionellste sei das Koreanischste. Wie wäre es, gemeinsam Hanbok zu tragen oder traditionellen Tee zu trinken? In der freien Zeit können Sie einen Markt in der Nähe, ein gutes Restaurant, einen Convenience-Store, ein Jjimjilbang (koreanische Sauna) oder Sehenswürdigkeiten besuchen — oder eine heilige Stätte der Diözese, um Koreas einzigartige Kultur und ihr Glaubenserbe weiterzugeben. Auch der in Hangul geschriebene Name des Pilgers ist ein wunderschönes Andenken fürs Leben.
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